Institut für Meereskunde der Universität Hamburg
Verbindung zu einer Nordseeinsel
Die Insel Wangerooge in der deutschen Nordsee ist nicht nur ein guter Ort für Reisende oder Seevögel. Hier betreibt das Institut für Meereskunde der Universität Hamburg eine Messstation für das WERA-System, um mit Hilfe von HF-Radarwellen an verschiedenen Stellen der Nordsee Oberflächenströmungsgeschwindigkeiten, Wellenhöhen und Wind zu überwachen. Da die Station im Jahr 2009 installiert wurde, legte der Betreiber großen Wert auf eine zuverlässige Datenübertragung. Außerdem sollte die neue Technologie einen ständigen Fernzugriff für Wartungsarbeiten ermöglichen. So fiel die Wahl auf eine Viprinet-Lösung.
Überblick über die Leistungen
- Ungestörte Messdatenübertragung
- Erleichterung der Fernwartung des Radarsystems
- Reduzierung von Reise- und Personalkosten
- VPN-Verschlüsselung für sichere Datenübertragung
Die Aufgabe
Das WERA-System ist ein landgestütztes Fernerkundungssystem zur Überwachung von Meeresoberflächenströmungen, Wellen und Windrichtung. Betrieben wird es vom Institut für Meereskunde der Universität Hamburg, wo es auch in Zusammenarbeit mit dem deutschen Messsystemspezialisten Helzel entwickelt und zur Marktreife gebracht wurde. Im Jahr 2009 wurde zusätzlich zu den bestehenden Stationen in Büsum und auf Sylt eine neue Station auf der Insel Wangerooge errichtet. Die Anforderungen an die Anbindung waren vielfältig: Neben hoher Ausfallsicherheit und Fernzugriff sollte die Technik eine verschlüsselte Datenübertragung ermöglichen, die den Host nicht zusätzlich belastet. Im Falle eines Stromausfalls sollte ein unüberwachter Neustart des Systems möglich sein.
Umsetzung
Trotz ihrer Lage rund sieben Kilometer vor der deutschen Nordseeküste ist die Insel gut an das Internet angebunden. Sowohl ADSL als auch UMTS mit HSPA sind verfügbar. Doch was für Privatanwender ausreichen mag, bietet nicht unbedingt genug Ausfallsicherheit, um Messdaten störungsfrei zu übertragen. Da die Außenstation ständig Daten an das Kontrollzentrum in Hamburg sendet, um Langzeitbeobachtungen zu ermöglichen, sollten Ausfälle unbedingt vermieden werden. Die Verbindung wurde daher mit Hilfe eines Multichannel VPN Routers 300 aufgebaut. Ausgestattet mit einem UMTS- und zwei ADSL-Modulen wurde eine Ausfallsicherheit von mehr als 99% erreicht. Zudem erlaubt die durchschnittliche Bandbreite nun eine Fernwartung von Hamburg aus.
Ergebnis
Durch den Einsatz der Viprinet-Technologie wurde eine ausfallsichere Messdatenübertragung sichergestellt. Aufgrund der guten Übertragungsraten wurde die Fernwartung des Systems deutlich vereinfacht. Dadurch kann das Institut erheblich Personal- und Reisekosten einsparen, da Techniker seltener auf die Insel geschickt werden müssen.
Meinung der Kunden
Die Kombination aus Channel Bonding und sicherem VPN passt perfekt zu unseren Anforderungen. Wir können eine entfernte Außenstelle sicher und stabil anbinden und minimieren unseren Personalaufwand für Wartung und Reparatur.
Rainer Weigle, Leitung IT-Services
Institut für Meereskunde der Universität Hamburg
Kundenprofil
Institut für Meereskunde der Universität Hamburg
- Bereich: Wissenschaftliche Forschung
- Sitz: Hamburg (DE)
- Gegründet: 1956
- Anzahl der Mitarbeiter: 70-80
- Ansprechpartner: Rainer Weigle, Leitung IT-Services, Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg
Verwendete Produkte
Fakten zum Projekt
Verbindung einer Messstation auf der deutschen Nordseeinsel Wangerooge
Verwendete Hardware:
2 Multichannel VPN Router 300
2 ADSL-Module
1 UMTS-Modul
1 Fast Ethernet Modul
Projektstart: 2009
Fernstation gehostet im eigenen Rechenzentrum
Downloads
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| Download der Fallstudie "Verbindung einer Nordseeinsel" | 571.92 KB |