Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Schnelle Hilfe für Schlaganfallpatienten
Zeit ist für Schlaganfallpatienten lebenswichtig, um langfristige medizinische Folgeschäden zu minimieren. Deshalb ist es für Schlaganfallpatienten von größter Bedeutung, dass alle therapeutischen medizinischen Maßnahmen so früh wie möglich beginnen. Am besten bereits im Rettungswagen auf dem Weg ins Krankenhaus. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung förderte ein Entwicklungsprojekt der so genannten ASTER - Acute Stroke Telematics Platform for Ambulances, für das die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg in Zusammenarbeit mit der Johanniter Unfallhilfe einen Rettungswagen entwickelte. Alle wichtigen Geräte können nun über eine einzige webbasierte Benutzeroberfläche gesteuert werden. So können diagnostische Informationen inklusive Live-Videobilder direkt an die medizinischen Experten übermittelt werden. Notfallpatienten können im gewünschten Krankenhaus vorregistriert werden und zusätzlich wird über ein Flottensteuerungssystem ein Austausch zwischen dem Standort des Krankenhauses und der Situation auf der Straße ermöglicht.
Überblick über die Leistungen
- Einführung aller therapeutischen Verfahren so früh wie möglich
- Alle Benutzeroberflächen werden nur noch webbasiert angezeigt
- Zusammenfassung der Ausgaben aller wichtigen Geräte wie EKG, Live-Video oder Flottensteuerungssystem auf einem einzigen Gerät
- Spezialisiertes Navigationssystem mit aktueller Verkehrslage (Staus, Baustellen etc.) und Ampelpriorisierung (z.B. "grüne Welle")
Die Aufgabe
ASTER zielt darauf ab, die Schlaganfallversorgung zu verbessern. Diese neue webbasierte Benutzeroberfläche stellt allen Beteiligten die relevanten Daten zur Verfügung und ermöglicht es ihnen, Maßnahmen zu ergreifen. Der Facharzt im Krankenhaus kann eine Diagnose stellen und weitere Handlungsanweisungen geben, während gleichzeitig alles für die Ankunft des Patienten vorbereitet wird. Außerdem weist das Flottenleitsystem den Fahrer auf die aktuell schnellste Route hin. Voraussetzung dafür ist eine zuverlässige mobile Breitbandverbindung zum Internet. Der Viprinet Multichannel VPN Router 500 erfüllt mit seiner vierfachen Bündelung von verschiedenen UMTS-Verbindungen genau diese Anforderungen.
Umsetzung
Bereits zu Beginn des Projektes war bekannt, dass eine zuverlässige IP-basierte Datenübertragung der entscheidende Faktor für den Erfolg des Projektes ist. Aufgrund des relativ hohen Bandbreitenbedarfs wurde die Kommunikation über den behördlichen TETRA-Datenfunk oder über eine einzelne Mobilfunkverbindung von vornherein ausgeschlossen. Stattdessen sollte die Kommunikation über mehrere redundante UMTS-Verbindungen aufgebaut werden, da das Haupteinsatzgebiet des Rettungswagens in ländlichen Gebieten liegen würde, die nicht kompetent und optimal versorgt sind. Die Lösung war der Einsatz eines Viprinet Multichannel VPN Router 500, der alle Anforderungen des Szenarios erfüllte.
Ergebnis
Der mobile Multichannel-Router VPN 500 ist extrem robust und klein, was seine Installation direkt auf dem Dach des Krankenwagens in der Nähe der Antennen ermöglicht und so den Verkabelungsaufwand erheblich reduziert. Die Lösung hat alle Erwartungen übertroffen: Die in der entwickelten Software implementierte Ausweichlösung eines kompletten Offline-Betriebs war nicht notwendig. Änderungen, die während der Entwicklung am Netzwerkkonzept vorgenommen werden mussten, konnten von den Entwicklern ganz einfach über die Weboberflächen der Router vorgenommen und sogar im laufenden Betrieb durchgeführt werden. Es zeigte sich, dass der Viprinet-Router besonders nützlich ist, da er kontinuierlich die vorhandene Bandbreite ermittelt. Die Informationen lassen sich leicht auswerten und ermöglichen es der Software, anzuzeigen, ob der Betrieb von extrem bandbreitenintensiven Features derzeit sinnvoll wäre - etwa ob eine Videosprechstunde durchgeführt werden könnte oder wie lange eine EKG-Übertragung dauern würde.
Meinung der Kunden
Was die Hard- und Software betrifft, konnte die Viprinet-Lösung mit minimalem Aufwand in den Krankenwagen und seine webbasierte Telematiklösung integriert werden. Sie ist ideal für das Software-Prototyping, da sie sehr flexibel programmiert werden kann und von den Entwicklern mit nur minimalem Schulungsaufwand genutzt werden kann. Seit seiner Aktivierung arbeitet das System ausgesprochen stabil und zuverlässig.
Dipl.-Ing. René Hempel, Projektleiter
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Kundenprofil
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
- Branche/Geschäftsbereich: Gesundheitswesen/Bildung
- Gründung: 1993
- Standorte: 1
- Ansprechpartner: Dipl.-Ing. René Hempel
Fakten zum Projekt
Akut Schlaganfall Telematik Plattform für Ambulanzen
Verwendete Hardware:
1 Multichannel VPN Router 500
Projektstart: 2012
Fernstation gehostet von SBSK GmbH & Co. KG
Downloads
| Download | Size |
|---|---|
| Download der Fallstudie "Schnelle Hilfe für Schlaganfallpatienten" | 629.94 KB |