FAQ

Im Folgenden haben wir Antworten auf häufig gestellte Fragen (englisch: "Frequently Asked Questions", FAQ) für Sie zusammengestellt. Wir haben diese für Sie in verschiedene Bereiche gegliedert.

Sollten Sie hier die Antwort auf Ihre Frage nicht finden, hilft Ihnen unser Support-Team gerne weiter.

Das Viprinet Prinzip

  • Wie funktioniert das Viprinet-Prinzip im Detail?

    Über bis zu sechs physikalische WAN-Anbindungen des Multichannel VPN Routers (DSL-Leitungen, UMTS, LTE, etc.) wird ein SSL-basierter VPN-Tunnel zu einem Multichannel VPN Hub im Rechenzentrum aufgebaut. Innerhalb des Tunnels findet die echte Bündelung statt. Dabei wird das eigens für diesen Anwendungszweck entwickelte Bündelungsverfahren von Viprinet verwendet. Die Verbindung zwischen Router und Hub wird per SSL verschlüsselt. Vom Hub aus wird die "eigentliche" Verbindung ins Internet hergestellt. Weiterhin ist der Hub im Rechenzentrum der Knotenpunkt eines mittels Viprinet aufgebauten Firmennetzes. Der Hub routet die entsprechenden Netzwerke, sorgt für NAT oder dient als Übergabepunkt ins Internet oder in weitere Firmennetze.

  • Warum brauche ich dafür zwei Geräte?

    Sie benötigen zwei Geräte, einen Multichannel VPN Router und einen Multichannel VPN Hub, da zwischen diesen ein verschlüsselter VPN-Tunnel aufgebaut wird, der die verschiedenen Leitungen bündelt und die übertragenen Daten nach dem einzigartigen Viprinet-Verfahren auf diese verteilt. Der Router "zerhackt" dabei die Datenströme, die dann aber mittels des Hubs auch wieder zusammengesetzt werden müssen.

  • Wie unterscheidet sich das Viprinet-System von Load Balancing?

    Die maximale Bandbreite, die man für eine Session zur Verfügung hat, entspricht der Bandbreite einer physikalischen Leitung. Während bei Load Balancing die Bandbreite auf das Maximum der jeweiligen Leitung beschränkt wird, nutzt Viprinet die gesamte Bandbreite aller kumulierten Leitungen, sowohl im Upstream, als auch im Downstream.

    Ein Beispiel: Ein Büro ist mit 1x DSL 16000 und 2x DSL 6000 angebunden. Bei Load Balancing stünden einem einzelnen Mitarbeiter im Idealfall maximal 16 Mbit/s zur Verfügung, bei Viprinet hingegen bis zu 28 Mbit/s. Zusätzlich verlieren bei einem Load Balancer beim Abbruch einer Leitung alle darüber laufenden Sessions die Verbindungen. Das ist besonders bei HTTPS-Verbindungen problematisch, da die Session hier beendet wird und man sich z.B. beim Online-Banking erneut einwählen muss. Bei Viprinet hingegen ändert sich lediglich die gesamte, zur Verfügung stehende Bandbreite, die Sessions bleiben jedoch erhalten.

  • Warum ist das Viprinet-System besser als andere Systeme, z.B. besser als WAN-Balancing?

    WAN-Balancing vermindert zwar die Wahrscheinlichkeit, dass man komplett offline ist, jedoch kann es weder den Abbruch von HTTP-Sessions noch Verbindungsabbrüche verhindern. Das ist nur mit der Viprinet-Technologie möglich, da diese alle verfügbaren Leitungen zu einer einzigen Verbindung vereint. Sie bemerken daher beim Ausfall einer Leitung lediglich eine verminderte Bandbreite.

  • Wie sicher ist das Viprinet-VPN?

    Viprinet nutzt einen SSL-basierten VPN-Tunnel, verschlüsselt mit 256Bit AES, und verteilt die Daten auf 6 und mehr unterschiedliche Leitungen; die Paketintegrität wird dabei mit SHA-1 gewährleistet. Wer an die Daten innerhalb des Tunnels kommen will, muss zeitgleich sechs unterschiedliche, verschlüsselte Streams abfangen, dechiffrieren und im Nachhinein in der richtigen Reihenfolge wieder zusammensetzen.

  • Welche Bandbreiten sind möglich?

    Die maximale Bandbreite ist abhängig vom eingesetzten Router und den verfügbaren Leitungen. Multichannel VPN Hubs sind in der Lage, bis zu 2 GBit/s Bandbreite zu leisten, Multichannel VPN Router haben wiederum eine maximale Bündelungskapazität von bis zu 200 Mbit/s. Das bedeutet, dass eine Niederlassung mit einem maximalen Durchsatz von 200 Mbit/s angebunden werden kann, während ein Multichannel VPN Hub 5010 hingegen in der Lage ist, bis zu zehn solcher Niederlassungen mit je 200 Mbit/s Dauerlast zu terminieren - in der Praxis sind dank Mischkalkulation bei der Bandbreitennutzung auch über hundert solcher Niederlassungen an einem Hub möglich.

  • Was ist das Besondere an Viprinet?

    Unser patentiertes Viprinet-Prinzip bündelt unterschiedliche Leitungstypen (LTEUMTS, DSL, etc.) zu einer einzigen schnellen und ausfallsicheren VPN-Verbindung.

  • Ist eine Bündelung auch ohne Multichannel VPN Hub möglich?

    Nein. Auch für einen reinen Internetzugang ist der Betrieb eines Multichannel VPN Hubs nötig, damit ein VPN-Tunnel aufgebaut werden kann.

  • Welche Voraussetzungen muss ein Rechenzentrum erfüllen, in dem ich ein Multichannel VPN Hub betreiben möchte?

    Absolutes Minimum für den Betrieb eines Multichannel VPN Hubs ist eine symmetrische Anbindung sowie eine frei zur Verfügung stehende statische öffentliche IP-Adresse. Dabei darf die kumulierte Bandbreite der Außenstellen die Bandbreite der Hub-Anbindung nicht überschreiten. Wir empfiehlen jedoch eine Anbindung mit einer Bandbreite von mindestens 100 Mbit/s sowie ein öffentliches Subnetz mit der Größe /29.

  • Kann ich externe SDSL- oder Standleitungsrouter mit Multichannel VPN Routern nutzen?

    Ja. Sie können externe SDSL- oder Standleitungsroutern mithilfe des Viprinet Gigabit Ethernet Moduls anbinden. Unterstützt werden DHCP Client, Static IP und PPPoE.

  • Kann ich Multichannel VPN Router auch mit USB-Sticks für UMTS/3G oder LTE/4G betreiben?

    Nein. Zur Nutzung von UMTS / LTE werden entsprechende Viprinet Hotplug Module benötigt, die mit einer vom Provider gelieferten SIM-Karte bestückt werden müssen.

  • Wie kommt Ihre Lösung mit den verschiedenen Latenzzeiten der Internetzugänge zurecht?

    Die Gesamtlatenz im Tunnel orientiert sich an der höchstlatenzierten Leitung innerhalb des Tunnels. Allerdings lässt sich mittels QoS definieren, wie hoch die Latenz für entsprechenden Traffic (Port, IP, Type-of-Service) werden darf und ob hochlatenzierte Leitungen für bestimmte Trafficarten ins Bündelungsverfahren einbezogen werden.

  • Was passiert, wenn einem Gerät vom Anbieter bereits eine feste IP-Adresse zugewiesen wurde?

    Die feste IP-Adresse verliert ihre ursprüngliche Funktion, denn sie wird für den Betrieb der Viprinet-Routerstrecke benötigt. Sollten Sie aus irgendeinem Grund dennoch eine oder mehrere feste IP-Adressen für Ihre Geräte benötigen, stellen wir Ihnen diese gerne zur Verfügung.

  • Was sollte ich bei der Nutzung von VoIP beachten?

    Es stellt kein Problem dar, verschiedene Leitungen zu bündeln, um sie für VoIP-Telefonie zu nutzen. Wichtig ist jedoch, dass Sie eine garantierte Bandbreite bei niedriger Latenz zur Verfügung haben. Diese Einstellungen lassen sich mithilfe der spezifischen Viprinet QoS-Einstellungen für VoIP realisieren. Wir empfiehlen, ein solches Setup zu testen.

Multichannel VPN Router/Hub

  • Was unterscheidet einen Multichannel VPN Router von einem Hub?

    Multichannel VPN Hubs unterscheiden sich von Routern dadurch, dass sie speziell auf die Anforderungen, die sie als Gegenstelle erfüllen müssen, zugeschnitten sind. Der Router ist demnach das Gerät für die Außenstelle, während der Hub im Rechenzentrum untergebracht ist.

  • Wie richte ich einen Multichannel VPN Router oder Hub ein?

    Zur Initialkonfiguration benötigen Sie das Setup-Tool, das Sie von unserer Firmen-Webseite oder der beigelegten Setup-CD beziehen können und mit dessen Hilfe sich ein VPN zwischen Multichannel VPN Router und Hub Schritt für Schritt einrichten lässt. Jegliche weitere Konfiguration können Sie im Web-Interface des Routers oder Hubs vornehmen.

  • Wie überwache ich den Router oder Hub?

    Zur Überwachung der Viprinet-Infrastruktur stehen Ihnen SNMP und Syslog zur Verfügung. Des Weiteren gibt es ein grafisches Monitoring-Tool, mit dem Sie eine Echtzeitdiagnose vornehmen können.

  • Welche Ports sollte ich in Firewalls, Proxies, etc. öffnen, damit ein Viprinet VPN-Tunnel aufgebaut werden kann?

    An den WAN-Ports wird für eingehende Verbindungen TCP-Port 443 benötigt. Der LAN-Port braucht zum Aufbau des Viprinet VPN-Tunnels keine eingehenden Verbindungen; zur Verwendung des Firmware-Update-Modus müssen lediglich die Ports 53 und 443 ausgehend zur Verfügung stehen.

Hotplug Module

  • Was bedeutet "Hot Plug"?

    "Hot Plugging" bezeichnet den Wechsel und die Wechselbarkeit von Systemkomponenten und Modulen im laufenden Betrieb des Systems. Für Viprinet-Module bedeutet das, dass diese nach Belieben in den jeweiligen Multichannel VPN Router eingebaut oder daraus entfernt werden können, ohne dass dies den Router auf irgendeine Weise beeinträchtigt. Somit kann im laufenden Betrieb die bestehende Bandbreite erhöht werden, ohne dass die Internetverbindung unterbrochen wird. Damit fällt jegliche Wartungs-Downtime weg, denn die Viprinet-Geräte müssen zum Modulwechsel nicht erst ausgeschaltet werden.

  • Welche Hotplug Module gibt es?

    • ADSL 2+ Annex A
    • ADSL 2+ Annex B
    • UMTS/HSPA/GPRS/EDGE
    • LTE/UMTS/HSPA+/GPRS/EDGE
    • LTE/DC-HSPA+/EDGE/GPS
    • CDMA 450 Bands A/H/L
    • CDMA/EV-DO (Sprint USA) (nur für den amerikanischen Markt)
    • CDMA/EV-DO (Verizon USA) (nur für den amerikanischen Markt)
    • Gigabit Ethernet

    Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Hotplug-Modul-Seite.

  • Wird Viprinet auch für zukünftige Techniken Module anbieten?

    Ja, denn hierin liegt der große Vorteil des Viprinet-Modulsystems. So sind momentan etwa Module für VDSL geplant.​ Im Gegensatz zu Geräten anderer Hersteller rüsten Sie bei Viprinet-Routern das jeweils notwendige Modul einfach nach, die sonstige Hardware kann weiter verwendet werden.

  • Kann ich die Module beliebig kombinieren?

    Ja. Mit den Viprinet Hotplug Modulen können Sie Ihren modularen Multichannel VPN Router beliebig kombiniert bestücken, um alle am Standort sinnvollen Internetzugänge gebündelt nutzen zu können.

Web-Interface von Multichannel VPN Routern/Hubs

  • Welche Konfigurationsmöglichkeiten bietet mir das Web-Interface?

    Im Web-Interface können Sie u.a. folgende Einstellungen vornehmen:

    • Modul-/Slotkonfiguration (Zugangsdaten, VLAN, MTU, etc.)
    • Erweiterte LAN-Settings
    • Tunnelkonfiguration (je nach Komponente QoS)
    • Routing und NAT
    • Logging
    • Monitoring
    • Updates
    • Lizenzverwaltung
    • VPN-Client-Konfiguration
    • Userverwaltung

Viprinet VPN-Client

  • Wie funktioniert der Viprinet VPN-Client?

    Einzelne Rechner, die von außerhalb der VPN-Infrastruktur auf selbige zugreifen sollen (z.B. Außendienstmitarbeiter mit Notebooks, Heimarbeitsplätze), können sich mithilfe der VPN-Client-Software auf einen entsprechend konfigurierten Multichannel VPN Hub einwählen. Dabei bindet sich der VPN-Client als virtuelle Netzwerkkarte in das Betriebssystem ein, und verwendet – vergleichbar mit dem Multichannel VPN Router – anschließend dynamisch alle verfügbaren Online-Verbindungen des Geräts (z.B. UMTS und WLAN). Zur Einrichtung eines VPN-Clients ist eine separate Software mit separater Lizenz erforderlich.

  • Welche Betriebssysteme unterstützt der VPN-Client?

    Windows XP/Vista/7/8
    MacOSX (10.6 und höher)

  • Wie richte ich einen VPN-Client ein?

    Um einen Computer oder Laptop als VPN-Client einzurichten, müssen Sie darauf die Viprinet-Clientsoftware installieren, die Sie auf dieser Website unter Downloads herunterladen können. Gleichzeitig brauchen Sie eine VPN-Client-Lizenz, welche Sie bei zertifizierten Viprinet-Vertriebspartnern erwerben können. Des Weiteren benötigen Sie einen Multichannel VPN Hub, welchen Sie ebenfalls entweder erwerben oder mieten können. Die Lizenz wird zur Aktivierung an diesen Hub gebunden. Sobald das geschehen ist, installieren Sie die Software auf dem entsprechenden Betriebssystem. Für diese Installation benötigen Sie Administratorenrechte, da eine neue Netzwerkverbindung eingerichtet wird. Auch für das Betreiben des VPN-Client-Dienstes werden diese Rechte benötigt. Sobald die Installation abgeschlossen ist, geben Sie in die freien Felder des VPN-Clients Ihre Zugangsdaten ein, die Sie vorher im entsprechenden Menüpunkt des Hubs eingerichtet haben (Username/Passwort). In das letzte Feld wird die öffentliche WAN-IP-Adresse Ihres Hubs eingetragen.

Hub-Redundanzsystem

  • Wie funktioniert das Viprinet Hub-Redundanzsystem und wofür ist es gut?

    Der Multichannel VPN Hub im Rechenzentrum, zu dem sich alle Multichannel VPN Router verbinden, stellt einen "Single Point of Failure" dar - fällt er aus, sind alle Router vom Netz. Daher ist es wichtig, diesen besonders zu sichern. Das Viprinet-Redundanzsystem stellt sicher, dass ein ausgefallener Multichannel VPN Hub automatisiert ersetzt wird. Dazu werden mehrere Hubs zu einer Gruppe zusammengeschlossen, in welcher es produktive und überwachende Hubs, sogenannte Hot Spares, gibt. Jeder produktive Hub sendet sowohl Heartbeats, als auch verschlüsselte Konfigurationsdaten an alle Hot Spares, die Teil ihrer Redundanzgruppe sind. Findet diese Übertragung nicht mehr statt, beziehungsweise liegt eine Störung am WAN- oder LAN-Port eines produktiven Hubs vor, aktiviert ein zuständiger Hot Spare die zuletzt empfangene Konfiguration und tritt an die Stelle des gestörten Hubs.

  • Kann ich Hot Spares auf verschiedene Rechenzentren verteilen?

    Ja. Jedoch muss zwischen den jeweiligen Rechenzentren eine L2-Ethernet-Verbindung bestehen.

  • Warum braucht man eine Layer-2-Umgebung?

    Die Layer-2-Umgebung wird zum einen benötigt, damit ein als Hot Spare konfigurierter Multichannel VPN Hub die ihm zugeordneten produktiven Hubs überwachen kann. Zum anderen ist eine L2-Umgebung notwendig, damit ein Hot Spare Konfiguration und Aufgaben eines ausgefallenen produktiven Hubs übernehmen kann, ohne dass ein IP-Adresskonflikt entsteht.

  • Wie kann ich das Redundanzsystem konfigurieren?

    Legen Sie zuerst für eine Redundanzgruppe eine ID und ein Passwort fest. Tragen Sie danach beides in das Web-Interface eines jeden Multichannel VPN Hubs ein, der dieser Redundanzgruppe zugewiesen werden soll. Bestimmen Sie hierauf per Konfiguration den Hub, der im Hot Spare-Modus laufen soll. Dieser Hub wird rebooten und dann diese Funktion erfüllen. Sie haben die Möglichkeit, mehrere Hot Spares zu betreiben, um auf diesem Wege den Grad an Redundanz, z.B. bei mehreren produktiven Hubs, zu erhöhen. Fällt nun ein produktiver Hub aus, handeln alle Hot Spares der Redundanzgruppe untereinander aus, welches Gerät den gestörten Hub ersetzt.

  • Was brauche ich für das Hub-Redundanzsystem?

    Sie benötigen mehrere Hubs 1000/1020 (mit Redundanzlizenz), Hubs 2000/2020 oder Hubs 5000/5010, die auf Layer 2 (Ethernet) miteinander kommunizieren können.
    Das Redundanzsystem kann in Form von Lizenzkeys erworben werden, diese müssen einmalig über das Lizenzaktivierungssystem auf der Viprinet-Website aktiviert werden. Mehr Informationen dazu finden Sie unter: Lizenzaktivierung Zusatzfeatures.

Hub-Tunnelsegmentierung

  • Was ist Hub-Tunnelsegmentierung?

    Dieses Feature für Multichannel VPN Hubs ermöglicht die Terminierung mehrerer unterschiedlicher Kunden auf einem Hub, wobei der Datenverkehr dieser Kunden komplett getrennt behandelt wird. Mehrere Kunden können so die gleichen, zueinander in Konflikt stehenden privaten IP-Netze verwenden, so kann z.B. mehrfach das Subnetz 192.168.0.0/24 terminiert werden, die Tunnelsegmentierung arbeitet dabei ähnlich einem VLAN.
    Dieses Feature ist vor allem für ISPs wichtig, damit diese mehrere Kunden mit jeweils diversen Standorten auf einem gemeinsamen Hub terminieren können, wodurch die Betriebskosten deutlich sinken.

  • Was brauche ich für die Hub-Tunnelsegmentierung?

    Sie können die Tunnelsegmentierung in Form von Lizenzschlüsseln erwerben; diese müssen einmalig über das Lizenzaktivierungssystem auf der Viprinet-Website aktiviert werden. Mehr Informationen dazu finden Sie unter: Lizenzaktivierung Zusatzfeatures.
    Lizenzen für dieses Feature müssen nur für Multichannel VPN Hubs erworben werden, für Multichannel VPN Router ist keine Lizenz erforderlich.

  • Wie richte ich die Hub-Tunnelsegmentierung ein?

    Nach der Aktivierung steht Ihnen in jeder VPN-Tunnelkonfiguration am Multichannel VPN Hub das Feld "SegmentID" zur Verfügung. Alle Tunnel sind über die gleiche SegmentID logisch miteinander verbunden; Tunnel, die diese SegmentID nicht teilen, können jedoch nicht miteinander kommunizieren. Darüber hinaus sind SegmentID-basierende NAT- und Portforwarding-Konfigurationen möglich.

Erweitertes SNMP-Monitoring

  • Was brauche ich für das SNMP-Monitoring?

    Um normales SNMP-Monitoring zu nutzen, benötigen Sie eine Netzwerkmonitoringsoftware wie z.B. NAGIOS. Für das simple Auslesen der SNMP-Informationen reicht SNMPWALK.

  • Wie richte ich erweitertes SNMP-Monitoring ein?

    Erweitertes SNMP-Monitoring können Sie in Form von Lizenzkeys erwerben, diese müssen einmalig über das Lizenzaktivierungssystem auf der Viprinet-Website aktiviert werden. Mehr Informationen dazu finden Sie unter: Lizenzaktivierung Zusatzfeatures.
    Tragen Sie danach unter dem Menüpunkt im Web-Interface: "AdminDesk - Logging & Maintenance - SNMP Settings" den gewünschten Community-String ein und aktivieren Sie SNMP.

Streaming-Optimierung

  • Wie funktioniert Streaming-Optimierung?

    Streaming-Optimierung bezeichnet einen speziell auf Streaming-Anwendungen ausgerichteten neuen Autotuning- und Bonding-Modus, der die Übertragung stark latenzsensitiver Daten über unzuverlässige Medien wie UMTS verbessert. Das Augenmerk liegt hierbei nicht auf der Erhöhung der Bandbreite, sondern in der Maximierung der Wahrscheinlichkeit, dass jedes Paket bereits beim ersten Zustellversuch korrekt übertragen wird. Hierzu wird durch ein heuristisches Verfahren jedes Paket bei Bedarf mehrfach auf jeder verfügbaren Leitung übertragen. Die Gegenstelle berücksichtigt dann lediglich das am schnellsten vollständig übertragene Paket.

  • Wofür brauche ich Streaming-Optimierung?

    Viele Anwendungen arbeiten mit sehr latenzsensitiven Daten, so ist man etwa beim mobilen Videostreaming darauf angewiesen, dass die genutzte Internetverbindung niedrige Latenzen aufweist und so flüssiges Streaming ermöglicht. Beim mobilen Datentransfer muss jedoch auf UMTS zurückgegriffen werden, das als Übertragungsmedium aufgrund der hohen Latenzen wiederum sehr ungünstig ist. Hier kommt die Streaming-Optimierung zum Einsatz: Durch diesen neuen Autotuning- und Bonding-Modus kann die Übertragung latenzkritischer Daten über unzuverlässige Medien wie eben UMTS verbessert werden. So gelingen auch mobile RDP- und Citrix-Anwendungen.

  • Wie richte ich Streaming-Optimierung ein?

    Nach der Aktivierung ist es möglich, in den entsprechenden QoS Traffic Classes das neue Bündelungsverfahren "BondingDiversity" auszuwählen und zu benutzen. BondingDiversity ist ein Echtzeit-optimiertes Bündelungsverfahren, das speziell für latenzkritischen Traffic gedacht ist.

  • Was brauche ich für die Streaming-Optimierung?

    Die Streaming-Optimierung können Sie in Form von Lizenzkeys erwerben, diese müssen einmalig über das Lizenzaktivierungssystem auf der Viprinet-Website aktiviert werden. Mehr Informationen dazu finden Sie unter: Lizenzaktivierung Zusatzfeatures.
    Damit dieses Feature richtig funktionieren kann, werden entsprechende Lizenzkeys sowohl für den Multichannel VPN Hub als auch für jeden einzelnen Multichannel VPN Router benötigt, auf dem Streaming-Optimierung ausgeführt werden soll.

Zubehör

  • Für welchen Einsatzzweck eignen sich die Knickantennen, die bei einigen Hotplug Modulen mitgeliefert werden?

    Die Knickantennen sind für alle Anwendungen geeignet, bei denen von vornherein guter Mobilfunkempfang gewährleistet ist, entsprechend mind. 4 Balken auf dem Handy-Display. Für alle anderen Fälle, z.B. den Betrieb des Multichannel VPN Routers in einem Stahlbetongebäude oder Keller, stehen weitere Antennenlösungen zur Verfügung.

  • Kann ich nur die angegebenen Antennen für das Viprinet-System verwenden?

    Nein. Die meisten Viprinet Hotplug Module besitzen eine SMA-Buchse, die sich zum Anschluss diverser Antennen eignet. Hier sollte man jedoch darauf achten, dass die eingesetzten Antennen für die je nach Land und 3G/4G-Technik relevanten Frequenzbereiche optimiert sind. Sollten Sie Antennen von Drittanbietern verwenden wollen, empfiehlen wir insbesondere bei Außeninstallationen die Zuziehung eines Elektronikers für Informations- und Telekommunikationstechnik.

Verkauf

  • Mein Gerät ist defekt. Was nun?

    Wenn Sie bemerken, dass Ihr Gerät defekt ist, kontaktieren Sie bitte Ihren Viprinet-Händler. Wenn Sie das Gerät direkt bei Viprinet erworben haben oder wenn Ihnen Ihr Händler nicht weiterhelfen kann, rufen Sie unter +49 (0)6721 490 30-0 an oder schreiben Sie eine E-Mail an support@viprinet.com. Halten Sie dafür bitte sowohl die Seriennummer Ihres Geräts als auch die Rechnung für das Gerät bereit.

  • Kann ich Viprinet Multichannel VPN Router auch mieten?

    Ja. Viele Viprinet-Partner bieten Multichannel VPN Router zur Miete an. Kontaktieren Sie dazu einfach das Viprinet Sales-Team unter sales@viprinet.com - diese Mitarbeiter stellen gerne den Kontakt zu einem Viprinet-Partner in Ihrer Nähe her.

  • Wie finde ich einen Händler für Viprinet-Produkte in meiner Nähe?

    Auf der Viprinet-Website haben Sie die Möglichkeit, die gelisteten Viprinet-Partner unter Viprinet GmbH / Bezugsquellen einzusehen. Weiterhin können Sie sich gerne telefonisch unter +49 (0)6721 490 30-0 oder per Mail unter info@viprinet.com an die Viprinet-Zentrale in Bingen am Rhein wenden. Ihre Anfragen werden schnellstmöglich bearbeitet oder an den für Sie zuständigen / passenden Partner weitergeleitet.

Gewährleistung und Garantiepaket

  • Wo ist der Unterschied zwischen Gewährleistung und Garantie? Warum sollte ich Garantie erwerben?

    Gewährleistung ist ein gesetzlicher Anspruch und wird immer vom Verkäufer gegenüber dem Käufer geleistet. Viprinet verkauft nur an gewerbliche Abnehmer und bietet diesen 12 Monate gesetzliche Gewährleistung. Andere Verkäufer von Viprinet-Geräten können dies abweichend regeln. Bzgl. gesetzlicher Gewährleistung wenden Sie sich also bitte immer an das Unternehmen, welches Ihnen die Geräte verkauft hat.

    Die freiwillige Herstellergarantie hingegen wird von Viprinet selbst geleistet, unabhängig davon, wo und wie das Gerät gekauft wurde. Für 12 Monate ab Gerätekauf ist die Herstellergarantie kostenlos. Sie kann bis zu 4 Wochen nach Gerätekauf noch mit einer Garantielizenz auf insgesamt 3 Jahre erweitert werden. Im Falle eines Gerätedefektes läuft die Reperaturabwicklung über zertifizierte Viprinet-Partner und Distributoren. Viprinet repariert nur Geräte, bei denen das Garantiesiegel der Produkte unbeschädigt ist. In diesem Falle ist die Reperatur innerhalb der Garantiezeit in der Regel (bei bestimmungsgemäßen Gebrauch der Geräte) kostenfrei. Außerhalb der Garantiefrist kann eine kostenpflichtige Reperatur möglich sein.

  • Wie lange gilt die Gewährleistung von Viprinet?

    Alle Geräte, von den Multichannel VPN Routern über Hubs bis hin zu den Empfangslösungen, genießen eine Gewährleistung von 12 Monaten.

  • Kann ich zusätzlich zur Gewährleistung eine Herstellergarantie für Viprinet-Produkte bekommen?

    Ja. Sie haben die Möglichkeit, gerätbezogen eine 12-monatige Gewährleistung durch den Erwerb einer entsprechenden Lizenz zu einer 36-monatigen Herstellergarantie zu machen; wir bieten dieses Garantiepaket für alle Multichannel VPN Router und Hubs an.

  • Wie kann ich Garantie auf ein Viprinet-Produkt bekommen?

    Für jedes Viprinet-Produkt können Sie ein Garantiepaket in Form eines Lizenzschlüssels erwerben, der einmalig über das Lizenzaktivierungssystem auf unserer Website aktiviert werden muss. ​ Mehr Informationen dazu finden Sie unter: Support / Lizenzaktivierung Garantieerweiterung.

  • Für welche Länder bietet Viprinet Garantieerweiterungen an?

    Es gibt keine Beschränkungen. Wir verkaufen Garantiepakete an Kunden aus allen Ländern, in denen unsere Geräte vertrieben werden.

  • Bis wann kann ich ein Garantiepaket erwerben?

    Der Erwerb eines Garantiepakets ist bis sechs Monate nach Kauf des jeweiligen Gerätes möglich, für das es registriert wurde. Setzen Sie mehrere unserer Geräte ein und wünschen Garantie, so muss für jedes einzelne Gerät ein entsprechendes Garantiepaket erworben werden.

Anwendersupport

  • Welche Art von technischem Support gibt es bei Viprinet?

    Wir bieten Anwendern sowohl E-Mail- als auch Telefonsupport an. Kontaktieren Sie das Unternehmen dazu einfach telefonisch unter +49 (0)6721 490 30-0 oder per Mail an support@viprinet.com.
    Für zertifizierte Vertriebspartner offerieren wir spezielle Regelungen auf Anfrage.

  • Unter welchen Voraussetzungen bekomme ich Telefonsupport?

    In der Regel wird Ihnen Ihr Viprinet-Partner, über den Sie Ihr Gerät bezogen haben, auch für telefonische Beratung zur Verfügung stehen.
    Sollten Sie jedoch über den kostenlosen First-Level-E-Mail-Support hinausgehende Unterstützung seitens Viprinet wünschen, etwa bei einer Fehlersuche/Problemanalyse, oder möchten Sie, dass sich ein Viprinet-Techniker per Remote-Verbindung auf Ihr System aufschaltet, benötigen Sie hierfür ein entsprechendes Telefonsupportkontingent.

  • Unter welchen Voraussetzungen bekomme ich E-Mail-Support?

    Wir bieten für alle unsere Produkte einen kostenlosen Lifetime-E-Mail-Support ab Kaufdatum an. Dabei handelt es sich um kostenfreien First-Level-Support zu grundsätzlichen technischen Fragen, z.B. bei Problemen mit der erstmaligen Einrichtung von Multichannel VPN Routern oder Hubs oder der Integration eines neu erworbenen Moduls in ein bestehendes Netzwerk.

  • Wann ist der Viprinet-Support kostenpflichtig?

    Kostenpflichtig ist Support immer dann, wenn individuelle Installationen besprochen oder betreut werden sollen, und wenn ein Fernzugriff des Supportteams auf Ihre Installationen nötig wird.

  • Wie kann ich ein Telefonsupportkontingent einrichten?

    Die Abrechnungseinheit für den technischen Support beträgt 15 Minuten und kann in den Kontingenten 4x15 Min und 20x15 Min jeweils als Lizenzkey erworben werden. Supportkontingente müssen einmalig über das Lizenzaktivierungssystem auf der Viprinet-Website aktiviert werden, mehr Informationen dazu finden Sie unter: Lizenzaktivierung Support-Kontingent.

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