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Wir sind Viprinet. – Nerds auf dem Weg zur Weltherrschaft

Das sind wir, das Team von Viprinet: Ein freundlicher Haufen Nerds, der sich täglich für eine schnellere, bessere und sicherere Internetanbindung seiner Kunden einsetzt; jeder ein Profi in seinem Bereich und gemeinsam unschlagbar in der Lösung unmöglicher Aufgaben. Das Problem – überall auf der Welt das gleiche: Schlechtes, dafür aber teures Internet. Was kann man machen, um diesen Missstand zu beenden, fragte sich Simon Kissel, der Chef. Eine revolutionäre Idee musste her. Und die hatte er im Jahr 2005.

Zeit, um den Vorhang ein wenig zu lüften

Kissel fragte sich, was denn wäre, wenn man einfach mehrere unzureichende Leitungen mit niedriger Bandbreite zusammenpackte, um wenigstens etwas halbwegs Vernünftiges zu bekommen, egal ob mobil oder kabelgebunden. So wurde die Idee zu Viprinet geboren. Was folgte, war viel Forschungs- und Entwicklungsarbeit, aber wenn man technische Probleme als Herausforderung sieht, dann ist so eine Aufgabe nicht unlösbar. Gut, zur Umsetzung dieser Idee musste ein kompletter neuer TCP/IP-Stack geschrieben werden, ferner bedurfte es einer bis dato noch nicht gekannten Hardwarekombination. Aber Nerds lieben solche Herausforderungen, und 2006 war es dann auch soweit: Das Viprinet-Bündelungsverfahren konnte erstmals genutzt werden, um aus 6 einzelnen ADSL-Anschlüssen eine ausfallsichere virtuelle Standleitung mit Megabandbreite zu erzeugen

Beim von Kissel erfundenen und patentiertem Verfahren wird der Datenstrom auseinandergenommen, in das neue Internetprotokoll übersetzt und dann auf die einzelnen Leitungen aufgeteilt. Ein VPN-Konzentrator in einem Rechenzentrum setzt alles wieder zusammen und überträgt die Daten dann an ihre Zieladresse. Nur durch diese aufwändige Technik lassen sich die Bandbreiten der einzelnen Medien wirklich aggregieren. Bis die Produkte wirklich marktreif waren,verging noch einige Zeit. Nach der schwierigen Startphase ging es 2010 dann aber kräftig aufwärts. Umsatz und Mitarbeiteranzahl steigen beständig, und laufend finden sich neue Einsatzbereiche für die in Bingen erfundeneTechnik. Viprinet ist heute in der Branche eine bekannte Größe. Auch in der Politik wird Viprinet geschätzt: Bei netzpolitischen Themen sind die Nerds von Viprinet mit viel Herzblut aktiv und werden gerne vom Bundeswirtschaftsministerium und der Bundesnetzagentur gefragt, wenn es um sinnvolle Weichenstellungen für die Zukunft geht.

Und was ist mit der Latenz?

Ein Einblick in die Entwicklungsabteilung um 9 Uhr morgens lohnt meistens nicht – es ist nämlich niemand da. Die Abteilung, bestehend aus Soft- und Hardwareentwicklern, bestimmt ihre Arbeitszeit selbst. Wer bis zum Morgengrauen den letzten Bug fixt, kann daher verständlicherweise zu normalen Arbeitszeiten nicht das strahlende Leben sein.

Allerdings erwischt man im Hause Viprinet auch nachmittags nicht unbedingt einen Entwickler. Wer zwischen 14 und 16 Uhr die „Guru Meditation“ der Abteilung stören sollte, läuft Gefahr, den Tunnel der Jungs zu zerstören, auf dem die Erfolgsgeschichte von Viprinet basiert. In der Entwicklung finden sich die Leute wieder, die von klein auf die Telefonleitungen ihrer Eltern im Haus neu verlegten, um ins unerforschte Internet zu gelangen. Hier sitzen die, die schon immer testen wollten, wozu ihr Computer wirklich in der Lage ist. Der Großteil dieser Abteilung hat seine Wurzeln in der Demoszene, aus der auch heute noch immer wieder neue Entwickler zu uns finden, und das aus allen Ecken der Welt. Obwohl in Bingen die Internetverbindung im Vergleich zu Tokio oder New York immer noch sehr langsam ist, trotz Viprinet.

Die Demoszene entwickelte sich in den 1980er Jahren, als Commodore 64 und Atari 800 noch Objekte der Begierde derer waren, die wussten, dass es überhaupt so etwas wie einen Heimcomputer gab. Aus dem heimlichen Cracken von Computerspiel-Floppies im hauseigenen Keller entstand eine familiäre Gemeinde, die via Großleinwänden ihre Computerkunst auf verschiedensten Plattformen präsentiert. Und genau wie beim Release eines Computerkunstwerks vor einem großen Publikum verhält es sich bei uns in der Entwicklung: Nichts wird in die neue Firmware gepackt, auf das man nicht stolz sein könnte. So wird die Weiterentwicklung des Codes nicht als Arbeitsanweisung betrachtet, sondern als das eigene Baby. 

Trotz eines Haufens von Individuen schaffen es die Entwicklungsmitarbeiter, eine Schnittstelle der Arbeitszeiten zu finden, um sich mit ihren Kollegen auszutauschen und gerne mal mehrere Stunden über ein spezielles Problem zu grübeln. Sollte man eines dieser Gespräche am Rande mitbekommen, entwertet dies mit sofortiger Wirkung die Fakten, die man morgens noch in der Geo gelesen hat. Im Ernst: Diese Unterhaltungen zerstören das Selbstwertgefühl jedes Laien.

Einzelfertigung – mitten in Deutschland?

Egal, ob Router, Fotosets oder Wände: Die Viprinet-Produktion baut alles. Kein Auftrag ist der Produktion zu groß, keine handwerkliche Herausforderung zu schwierig. Die relativ kleine Abteilung managt dabei nicht nur die Produktion von Viprinet-Geräten, sondern auch den Wareneinkauf, die Warenannahme und die Verwaltung jedes einzelnen Bauteils, sei es noch so unscheinbar und unwichtig. Jeder Zentimeter in der Produktionsabteilung wird sinnvoll genutzt, für jedes Schräubchen existiert eine beschriftete Schublade, ganz nach dem Motto: Ordnung ist das halbe Leben. Genau deswegen (die Entwickler würden sagen: Trotzdem) ist die Produktion eine Ausgeburt an Effizienz – mehr als hundert Router an einem Tag zu produzieren, ist überhaupt keine Schwierigkeit.

Dabei hilft den Produktionsmitarbeitern auch ihr exquisiter Musikgeschmack, denn auch da machen sie keine halben Sachen. Passend zum Takt von Hardcore-Techno (die Feingeister des Unternehmens nennen diese Musikrichtung auch „Lärm“) drehen sie ihre Schraubenzieher und fertigen so im Nu Viprinet-Geräte aller Art. Ob es genau diese Art von Musik sein muss, um die Effizienz der Produktionsabteilung ins Unermessliche zu steigern, ist noch nicht bewiesen: Jüngst gab es Berichte, nach denen in der Produktion angeblich auch Rock- und Popklassiker zu hören waren, ohne dass die Qualität der Produkte darunter gelitten hätte.

 

 

Darf's etwas mehr Internet sein?

Was die einen bauen, müssen die anderen verkaufen. Soweit unterscheidet sich selbst Viprinet nicht von normalen Unternehmen. Aber bei genauerem Hinschauen fallen dann doch einige Unterschiede auf. So gibt es die im ganzen Unternehmen zu hörende „Ufftrachsbimmel“, die alle Mitarbeiter lautstark informiert, wenn mal wieder ein dicker Fisch an Land gezogen wurde.

Fünf technisch versierte Profis kümmern sich um nichts anderes als unsere Partner und Distributoren auf charmante Art und Weise davon zu überzeugen, sich die Lager doch am besten bis zur Decke zu füllen. Mit Erfolg. Aber auch über technische Machbarkeiten und sinnvolle Produktzusammenstellungen wird gerne und häufig geredet. Und natürlich über Rabatte.

Aus einem babylonischen Sprachgewirr heraus kann man immer wieder hören, welche Partner unsere Produkte jetzt für einen Einsatzzweck vorsehen, an den vorher noch niemand gedacht hatte, sei es die Übertragung von sportlichen Großveranstaltungen aus tieffliegenden Hubschraubern oder Internet in Hochgeschwindigkeitszügen, wo fast die Physik überlistet werden muss um die Mobilfunksignale bei 300 km/h noch zu verarbeiten. Unterstützung bekommt unser Vertrieb durch den Kaufmannsladen, der über die Zahlen wacht und sich um die ausgehandelten Angebote kümmert.

Internet Rescue Service

Wenn es irgendwo auf der Welt ein Problem gibt, am besten ein kompliziertes, dann wird unser Support aktiv. Gern erzählte Lieblingsthemen sind hier der Tunnel durch die virtuelle Chinesische Mauer oder auch warum man mehrere Kilometer Kabel braucht, um einen einzigen CeBIT-Stand einsatzfähig zu machen.

Legendär sind auch die zweitägigen technischen Schulungen, nicht nur weil man danach alle Feinheiten der Router kennt, sondern auch, weil die örtlichen Lokale in den Abendstunden schon mal einen kräftigen Umsatzschub bekommen. Ein typischer Supportler bei Viprinet fühlt sich am wohlsten, wenn mindestens 15 elektrische Geräte im Umkreis von einem Meter aktiv sind und am besten auch noch miteinander kommunizieren. Die Jungs beherrschen die Technik einfach und sehen es als persönliche Herausforderung, dass es auch auf einem Schiff im engen Mittelrheintal mit dem besten Setup der Welt möglich sein muss, eine unterbrechungsfreie Internetverbindung herzustellen. Das schätzen auch unsere Kunden, denn sie wissen, dass hier niemand locker lässt, bis das Problem gelöst ist.

Viprinets große Aufgabe der Zukunft wird sein, diesen freundlichen Haufen von enthusiastischen Persönlichkeiten zu vergrößern, weiterzuentwickeln und noch besser zu machen – schwierig, aber nicht unmöglich. Wenn das gelingt, und es wird gelingen, dann werden sich auch in Zukunft viele Menschen über eine bis dato ungeahnt gute Internetanbindung freuen können. Verzeihung, liebe Konkurrenten, aber wir werden auch in Zukunft besser sein als ihr. Und Bescheidenheit wird wahrscheinlich niemals unsere stärkste Stärke sein. Macht nix.

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