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CeBIT 2010: Viprinet füllt Green IT mit Leben
06.03.2010

Routerhersteller setzt auf regionale Wirtschaft und nachhaltige Produktzyklen

Auf der weltgrößten Computermesse CeBIT 2010 ist das Thema Green IT einer der bestimmenden Schwerpunkte. Für den rheinhessischen Routerhersteller Viprinet ist hierbei der gesamte Produktzyklus relevant. Niedrige Werte im Energieverbrauch oder geringe Anteile an Schadmetallen seien zwar wichtige Kenngrößen, die jedoch nicht unabhängig von Faktoren wie Lieferstrecken oder Lebensdauer betrachtet werden dürften. „Ein Produkt, dass vor seiner Ankunft beim Nutzer mehrfach die Welt umrundet hat, kann im Grunde nicht mehr als grün bezeichnet werden“, erklärt Viprinet Geschäftsführer Simon Kissel.

Das 2006 gegründete Unternehmen legt daher besonderen Wert auf regionale Entwicklung und nachhaltiges Wirtschaften. „Green IT ist für uns keine hohle Marketingphrase sondern logische Folge unserer auf größtmögliche Qualität und kurze Lieferwege ausgerichteten Produktionsprozesse“, betont Kissel. Während in den vergangenen Jahren der überwiegende Teil der deutschen IT-Wirtschaft ihre letzten Produktionsbereiche ins Ausland verlagert hat, setzt Viprinet auf Lieferanten aus der Umgebung. Die gesamte Entwicklung und Produktion findet am Firmenstandort in Bingen am Rhein statt. Nahezu alle Bauteile werden im Umkreis von wenigen hundert Kilometern gefertigt. Dadurch werden zusätzliche CO2-Emissionen durch den Transport der Waren vermieden.

Die Produkte des Unternehmens sind besonders verbrauchsarm und langlebig. Die neueste Generation der Multichannel VPN Router konnte weiter im Energieverbrauch gesenkt werden. Auch die neu auf den Markt gebrachten Multichannel VPN Hubs sind speziell auf den verbrauchs- und wartungsarmen Betrieb im Rechenzentrum ausgerichtet. Gerade einmal 35 (Modell 1000) beziehungsweise 40 Watt (Modell 2000) beträgt die typische Leistungsaufnahme der beiden Gegenstellen-Geräte. Damit lassen sich Netzwerke von bis zu 25 Standorten betreiben. Der besondere Fokus auf Ressourcenschonung und Langlebigkeit ergibt sich aber vornehmlich aus betriebswirtschaftlicher Sicht. „Green IT darf nicht zum Selbstzweck werden“, gibt Kissel zu Bedenken. „Letztlich müssen sich Produkte und Lösungen vornehmlich an den Anforderungen der Nutzer orientieren.“ Diese legten primär Wert auf niedrige Betriebskosten und einen langen Produktzyklus.

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